Die Entstehungsgeschichte von fasgut

Dieser Text ist für diejenigen, die sich für die Entstehungsgeschichte eines so einfachen Produktes interessieren. In der Regel kennen wir diese Geschichten nicht. Rückblickend ist alles was da ist, sich bewährt, selbstverständlich. Dabei sind solche einfachen Lösungen oft erst Folge von Überlegungen, Tests, Irrtümern. Warnung: Der Text ist langatmig und könnte langweilig sein!


Was möchte ich mit fasgut erreichen?
Das Fahrrad könnte eine noch größere Rolle spielen als bisher. In der Variante EBike ist es auch für Senioren wie mich nutzbar, sogar in hügeligem Gelände. fasgut erweitert die Fahrradnutzung für vielfältige kleine Transportaufgaben, die sonst mit dem normalen Rad nicht möglich wären. Es verringert so die Abhängigkeit von privaten PKW, macht diese u.U. entbehrlich. 
fasgut wäre ein schöner Dauerauftrag für eine geschützte Werkstatt in Berlin. 
Und ein wenig Zuverdienst zu meiner Rente wäre willkommen. 


Wie ich zum Radfahren kam
Ich bin Jahrgang 1948, lebe in Berlin, in dem Haus in dem ich aufgewachsen bin - seit 1980 in einer Hausgemeinschaft.  (Bild unten: In Regionalzügen habe ich neben meinem Rad einen faltbaren Dreibeinhocker dabei, damit ich Deutschland in vollen Zügen genießen kann).

Rad fahre ich, seit ich es mit ca. 13 Jahren gelernt habe. Das Geld für mein erstes Rad habe ich mir 1961 zusammengespart. Es hatte 28"-Räder und eine Dreigang-Kettenschaltung und in der Lampe (darauf war ich sehr stolz) war ein analoger Tacho integriert, der über eine flexible Welle mit einem Mitnehmer auf der Vorderachse verbunden war. Eine Technik, die sich heute nur noch Nerds vorstellen können. 
Vom Fahrrad-Laden nach Hause musste ich das Rad schieben. Ich konnte noch nicht Radfahren.
Ich bin dann von der Bordsteinkante aufgestiegen, ein Freund aus der Nachbarschaft hat das Rad ein paar Meter am Gepäckträger festgehalten und dann bin ich zwei Wochen lang fast nur gefahren.  
Mit 18 machte ich den Führerschein, L`Klasse 3, bis 7,5 t Gesamtgewicht. 
Mit ein paar Jahren Auto-Unterbrechnung fuhr ich ab ca. 1979 wieder übewiegend mit dem Rad zur  Arbeit  zu Oktoberdruck, zum Einkaufen. In den Urlaub nahmen wir die Räder mit. 
Später mit kleinen Kindern (gelegentlich Eines Vorn, ein Kind Hinten auf dem Rad) hatten wir wieder ein Auto und benutzten Räder und PKW parallel. Ab 2000 fahre ich wieder überwiegend mit dem Rad, seit 2015 mit EBike.

 

Ebike-Unfall 2017

Mein erstes EBike wurde leider im April 2017 von einem rechts abbiegenden LKW geschrottet, ich hatte sehr viel Glück und kam mit einer Kniequetschung davon. Weil es geregnet hatte, trug ich mein gelbes Cape, aber der hinter mir fahrende LKW-Fahrer hatte mich nicht vor sich gesehen. Als ich auf die Straße fiel, schützte mich der Helm vor einer Platzwunde. (Das weiße Rad im Bild war nicht für mich!).
Solche Abbiege-Unfälle, ca. 50 Menschen pro Jahr sterben dadurch, könnten durch Sensoren an den LKW verhindert werden. Es gibt dafür eine EU-Richtlinie. Aber Deutschland lässt sich Zeit mit der Umsetzung. Ein Teil des Transportgewerbes jammert über die Kosten. Menschenleben sind den zuständigen Bundes- Verkehrsministern seit Jahren in diesem Zusammenhang egal. Da fahren sie über Leichen. Jedes Unfallopfer stirbt für sich allein. Und die Fahrer rufen nach der Tat nicht "Allah ist groß"! Mein Unfallverursacher sagte "ich hab Sie nicht gesehen". Das habe ich ihm geglaubt - deshalb brauchen wir die Sensortechnik.

 



 

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